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Wie du dich auf ein Personal Branding Shooting vorbereitest

  • Mira Mikosch
  • 11. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Emma schreibt mir drei Tage vor dem Shooting eine Nachricht.

„Mira, ich hab meinen ganzen Kleiderschrank auf dem Bett. Ich weiß nicht mehr weiter."

Ich musste lachen. Nicht weil es komisch ist, sondern weil ich diesen Satz kenne. Fast wörtlich. Von fast jeder Frau, die ich fotografiere.

Und jedes Mal denke ich dasselbe: Die Frage ist nicht wirklich die Kleiderfrage.

Hinter „Was soll ich anziehen?" steckt meistens etwas anderes. Nämlich: Wer bin ich gerade, wenn ich mich zeige? Was sollen Menschen spüren, wenn sie mich sehen? Und wie viel von mir darf da eigentlich rein?

Das ist keine Styling-Frage. Das ist eine Identitätsfrage.

Und genau deshalb beginnt die Vorbereitung auf ein Personal Branding Shooting nicht im Kleiderschrank, sondern ein paar Schritte davor.


Erst das Gefühl, dann das Outfit

Bevor wir über Farben und Looks sprechen, stelle ich meinen Kundinnen im Strategiegespräch immer dieselben Fragen: Mit welchem Gefühl sollen Menschen dich verbinden? Nahbar? Klar? Kraftvoll? Leicht?

Welche Geschichte sollen deine Bilder erzählen, bevor du auch nur ein Wort gesagt hast?

Wenn du das weißt, ergibt sich dein Outfit fast von allein. Es hängt meistens schon längst in deinem Schrank. Du hast es nur noch nicht so gesehen.

Als Vorbereitung empfehle ich ein Moodboard auf Pinterest. Nicht um etwas zu kopieren, sondern um ein visuelles Gefühl zu entwickeln. Outfits, Farben, Lichtstimmungen, Orte. Alles was dich anzieht und sich nach dir anfühlt. Das Moodboard zeigt dir oft mehr über dich als jeder Kleiderschrank-Check.


Ein paar Dinge die wirklich helfen

Bleib in Farben, die dir stehen. Sie geben dir Strahlkraft ohne Aufwand. Wenn du dir nicht sicher bist welche das sind, gibt es dafür sogar eine eigene Farbberatung, die ich in manche Shootings integriere.

Vermeide starke Muster oder Prints. Dein Gesicht ist der Fokus, nicht dein Shirt.

Trag nur Kleidung in der du dich wirklich wohlfühlst. Wenn du beim Shooting ständig zupfst oder ziehst, sieht man das auf jedem Bild.

Plant ihr mehrere Looks, was ich für Shootings in Düsseldorf und Umgebung gerne tue, dann such dir zwei bis vier zusammen. Sie müssen nicht perfekt aufeinander abgestimmt sein. Aber sie sollten sich alle nach dir anfühlen.


Was Emma am Ende gemacht hat

Sie hat mir drei Fotos von Outfits geschickt. Ich habe ihr gesagt welches ich weglassen würde und warum. Fünf Minuten später war es geklärt.

Der Kleiderschrank auf dem Bett war am nächsten Morgen wieder aufgeräumt.

Und beim Shooting hat sie irgendwann vergessen, was sie anhat.

Genau das ist der Moment, auf den ich warte.

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