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Warum Positionierung sich erstmal anfühlt wie eine schlechte Idee und später alles verändert

  • Mira Mikosch
  • 8. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

2024 war mein Jahr der Klarheit.

Ich habe mich auf Social Media knallhart positioniert:Personal Branding Fotografin. Punkt.

Kein „Ich fotografiere übrigens auch noch Hochzeiten, Familien, Business, Hunde, Mäuse und das Nachbarskind zur Einschulung“.

Keine kreative eierlegende Wollmilchsau mehr.

Nur noch: eine Sache.

Frau in brauner Kleidung sitzt entspannt auf Holzboden vor weißer Wand. Neutraler Gesichtsausdruck, kurze braune Haare. Minimalistisches Setting.

Und ganz ehrlich? Ich hatte Angst. Nicht diese süße „Hihi, ich verlass meine Komfortzone“-Angst. Sondern eher die Sorte: schwitzige Hände, Hosen voll und permanentes „Was, wenn das komplett schiefgeht?“ im Kopf.

Denn das Ding ist: Das, was du zeigst, ziehst du an. Und das, was du nicht zeigst… eben auch nicht.

Warum ich überhaupt etwas verändern musste

Ich war irgendwann unzufrieden mit meinem Business.

Von allem ein bisschen. Aber nichts so richtig.

Ich hatte das Gefühl, ständig zwischen verschiedenen Angeboten, Zielgruppen und Themen hin- und herzuspringen. Und irgendwann kam dieser Moment, an dem ich dachte:

„So. Jetzt reicht’s. Ich will Klarheit.“

Das Zauberwort hieß: spitze Positionierung.

Frau mit dunklem Haar und rotem Lippenstift blickt nach rechts, trägt braunen Pullover. Dunkler Hintergrund, nachdenklicher Ausdruck.

Für viele klingt das total gut. Für mich als Manifestierende Generatorin im Human Design? Der blanke Horror. 😬

Ich liebe Abwechslung. Wirklich sehr. Und plötzlich sollte ich nur noch über eine einzige Sache sprechen?

Trotzdem habe ich es gemacht.


Projekt Nur noch Personal Branding hat gestartet.

Und rückblickend war das wirklich eine der besten Entscheidungen für mein Business.

Plötzlich war da Klarheit. Nicht nur für meine Community, sondern auch für mich selbst.

Ich musste nicht mehr fünf verschiedene Zielgruppen gleichzeitig bedienen. Nicht mehr überlegen, welche Inhalte zu welchem Angebot passen. Ich konnte endlich tief eintauchen, statt überall nur an der Oberfläche zu kratzen.


Aber jetzt kommt der Teil, den dir auf Social Media niemand erzählt:

Es hat erstmal überhaupt nicht funktioniert.

Also ja, ich habe gepostet. Viel sogar.

Ich war auf Netzwerkevents und hab sogar Kaltakquise ausprobiert (Ja. Wirklich. Bitte einmal kurz respektvoll schweigen. 😂)

Ich war sichtbar. Sehr sichtbar sogar.

Aber die Kunden? Blieben erstmal aus.

Und genau da wurde es schwierig.

Denn während ich voller Überzeugung über Personal Branding sprach, kamen plötzlich auch keine Anfragen mehr für die anderen Bereiche rein, die ich vorher fotografiert hatte.

Das war der Moment, in dem ich dachte: „Cool. Vielleicht reiße ich mir gerade mein komplettes Business mit Anlauf ein.“

Frau in braunem Pullover vor dunklem Hintergrund, rote Lippen, ausdrucksloser Blick. Im Hintergrund keine Details sichtbar.

Der Druck wurde riesig. Nicht nur emotional, sondern existenziell.

Und je größer dieser Druck wurde, desto weniger ging plötzlich.

Kennst du dieses Gefühl, wenn du unbedingt eine Lösung finden willst und dein Kopf einfach nur noch lauter wird? Genau so.

Ich war mehr als einmal kurz davor, alles rückgängig zu machen.

Wieder breiter aufzustellen.

Wieder „für alle“ sichtbar zu sein.

Wieder zurück ins Altbewährte.



Warum die Pause am Ende wichtiger war als jede Strategie

Irgendwann habe ich gemerkt: Ich drehe mich nur noch im Kreis.

Und dann habe ich etwas gemacht, das sich erst komplett falsch angefühlt hat: Ich habe Pause gemacht.

2,5 Wochen Social-Media-Detox.

Kein Posten. Kein Scrollen. Kein Vergleichen. Kein permanentes „Ich müsste eigentlich noch…“.

Ich habe weder konsumiert noch produziert. Ich habe einfach nur durchgeatmet.

Und ein paar Monate später hat es plötzlich angefangen zu fließen.

Nicht, weil ich DAS perfekte Reel gefunden habe. Nicht, weil irgendein viraler Hack mein Leben verändert hat.

Sondern weil ich den Druck rausgenommen habe.

Weil ich verstanden habe: Business ist kein Sprint. Es ist ein Marathon.


Und weil ich mir erlaubt habe, mit dieser neuen Positionierung und vor allem der neuen Zielgruppe nochmal neu anzufangen.


Falls du gerade selbst an so einem Punkt stehst…

Und schon alles probiert hast.

Nimm den Druck raus, so schwer es sich auch anfühlt. Druck erzeugt immer nur Gegendruck.

Bekomm den Kopf klar. Geh atmen und gib dir einfach mal ein paar Wochen Raum.

Denn manchmal entsteht Wachstum nicht im Dauerstress, sondern genau dann, wenn wir aufhören, krampfhaft alles kontrollieren zu wollen.

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