top of page

Was ist Personal Branding Fotografie und worin unterscheidet sie sich von Business-Fotografie?

Mira Mikosch
vor 23 Stunden
3 Min. Lesezeit

Irgendwann taucht der Begriff auf. In einer Facebook-Gruppe, im Gespräch mit

Schwarzweißfoto einer Frau auf einem Stuhl mit Armen hinter dem Kopf vor weißer Wand, ruhig und nachdenklich.

einer Kollegin, auf der Website einer Fotografin: Personal Branding Fotografie. Klingt wichtig. Klingt teuer. Klingt nach etwas, das andere machen: Frauen mit großem Business, klarer Positionierung, einem Marketingbudget, das nicht nur aus dem Kaffeegeld besteht.

Und dann fragst du dich: Was ist das eigentlich genau? Und brauche ich das wirklich?


Das Business Foto und was es kann

Fangen wir mit dem an, was die meisten kennen: das klassische Business Foto. Ein Porträt, meistens vor einem neutralen Hintergrund oder in einem ordentlichen Büro. Du schaust in die Kamera, du siehst professionell aus, du wirkst kompetent. Das Foto landet auf LinkedIn, vielleicht auf der Über-mich-Seite, fertig.

Das klassische Business Foto hat eine klare Aufgabe: Es zeigt, dass du professionell arbeitest und ansprechbar bist. Für viele Situationen ist das genau richtig. Es beantwortet aber nicht immer die weitergehende Frage: Wie fühlt es sich an, mit dir zu arbeiten?

Und genau da beginnt der Unterschied.


Was Personal Branding Fotografie ist und was sie nicht ist

Personal Branding Fotografie erzeugt keine schöneren Business-Fotos und beinhaltet auch kein Shooting, bei dem du in möglichst vielen Posen möglichst gut aussiehst.

Sie ist der Versuch, in Bildern zu zeigen, was sonst nur im Gespräch sichtbar wird: wie du arbeitest, was dir wichtig ist, welche Energie du mitbringst, warum jemand mit dir und nicht mit jemand anderem arbeiten sollte.

Das klingt abstrakt, also machen wir es konkret.

Ein Business Foto zeigt dein Gesicht. Ein Personal Branding Foto zeigt dein Gesicht und gleichzeitig, dass du die Frau bist, die ihre Kundinnen mit einer Tasse Tee empfängt und nicht mit einer Agenda. Oder die, die am liebsten draußen denkt. Oder die, die auch ernst schauen kann, weil Ernsthaftigkeit zu ihrer Arbeit gehört.

Es geht nicht darum, eine Rolle zu spielen. Es geht darum, das sichtbar zu machen, was du ohnehin bist. Nur eben in Bildern, die das transportieren, bevor du auch nur ein Wort gesagt hast.


Für wen Personal Branding Fotografie gemacht ist

Personal Branding Fotografie ist definitv nicht für jeden gemacht. Das ist wichtig zu sagen, weil ich nichts davon halte, jemandem etwas zu verkaufen, das die Person gar nicht braucht.

Wenn du ein Produkt verkaufst, das für sich selbst spricht, brauchst du gute Produktfotos. Kein Shooting mit dir im Mittelpunkt.

Aber wenn deine Arbeit von dir als Person lebt, wenn Menschen dir vertrauen müssen, bevor sie buchen, wenn das Gespräch mit dir der eigentliche Anfang von allem ist, dann bist du die Marke. Nicht dein Logo. Nicht deine Farben. Du. Und dann ist die Frage nicht, ob du Personal Branding Fotos brauchst. Die Frage ist, ob die Bilder, die du gerade hast, das zeigen, was du wirklich bist.


Der Unterschied, der zählt

Der Unterschied zwischen einem Business-Foto und einem Personal Branding Foto liegt nicht in der Technik. Er liegt in der Absicht.

Ein Business-Foto zeigt: So sehe ich professionell aus?

Ein Personal Branding Foto zeigt: Hier, genau das soll die Betrachterin über mich wissen, fühlen und denken, wenn sie dieses Bild sieht?

Das ist eine komplett andere Sache. Und sie führt zu anderen Bildern. Nicht zu perfekteren Bildern. Nicht zu teureren Bildern, sondern zu Bildern, die stimmen. Bilder, die nach dir riechen, die eine potentielle Kundin dazu bringen, auf Kontakt zu klicken, weil sie das Gefühl hat: Die kenne ich irgendwie schon. Mit der will ich arbeiten.


Was Personal Branding Fotografie nicht leisten kann

Personal Branding Fotos machen dich nicht automatisch sichtbarer und sie bringen keine Anfragen, wenn du sie nicht einsetzt. Sie ersetzen keine Strategie, kein Angebot, keine Klarheit darüber, wen du eigentlich ansprechen willst.

Was sie können: Sie machen das, was du ohnehin bist, sichtbar. Und wenn das, was du bist, in deinen Bildern wirklich zu sehen ist, dann passiert etwas Schönes: Die Menschen, die zu dir passen, erkennen das. Nicht alle, aber die richtigen. Die, die du dir wünschst. Die, bei denen die Zusammenarbeit sich von Anfang an stimmig anfühlt.

Dafür braucht es Mut. Den Mut, sich zu zeigen, bevor man gefragt wird. Den Mut, das eigene Gesicht in den Vordergrund zu stellen, ohne zu wissen, wie es ankommt. Wer diesen Schritt geht, sendet damit auch eine Botschaft: Ich stehe zu dem, was ich tue. Du kannst mir vertrauen. Bei mir bist du sicher.

 

Und wenn du noch nicht weißt, ob du bereit bist?

Dann bist du wahrscheinlich genau richtig hier.

Die meisten Frauen, die zu mir kommen, sind nicht sicher. Sie haben das Gefühl, dass ihre Bilder nicht mehr stimmen, oder dass sie noch gar keine richtigen haben. Sie wissen, dass sie sichtbarer sein müssten, aber wie das aussehen soll, ist noch unklar. Und das ist überhaupt kein Problem. Das ist einfach nur der Ausgangspunkt.

Ein gutes Personal Branding Shooting beginnt nicht damit, dass du weißt, wie du aussehen willst. Es beginnt damit, dass wir gemeinsam herausfinden, wer du bist und was du zeigen möchtest.

Kommentare


bottom of page