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Die liebe Preiserhöhung

Ja da ist sie, die Preiserhöhung.

Lange habe ich mir darüber Gedanken gemacht, ob meine Kunden bereit sind dies zu bezahlen und ob ich bereit bin für die damit einhergehenden Diskussionen.

Es hat lange gedauert, bis ich meinen Preis ohne ein - ja, Entschuldigung, es ist viel Geld - sagen konnte. Wirklich lange, aber, geschult durch viele sich wiederholende Erklärungen, hat es sich gut angefühlt diesen erstmals ohne rot zu werden nennen zu können.


Und nein, nicht weil ich denke, dass ich tatsächlich zu teuer bin, sondern weil ich mich ständig rechtfertigen muss. Denn klar, als Laie ist es natürlich auch unfassbar schwer zu verstehen, dass mein Honorar kein Stundenlohn ist, sondern ich auch Zeit vorher und vor allem nach dem Shooting aufwende. Auf eine Stunde Fotografieren folgen standardmäßig alleine etwa drei weitere Stunden Bildbearbeitung, regelmäßig von mir kostenfrei erledigte Sonderwünsche nicht eingerechnet. Die ganzen Kosten, die ich tragen muss, wie Versicherung, professionelles Equipment, Krankenkasse, Werbung müssen ebenfalls bezahlt werden. Will heißen, viel bleibt da bisher nicht hängen.

Ich muss mich sehr oft für meinen Preis rechtfertigen.


Und das obwohl ich Preis-Leistungsmäßig eher zu den Günstigen gehöre. Ich nehme keinen Wochenendaufschlag, warum auch, da heiraten nun mal Paare, und da haben die meisten Eltern Zeit für Familienshootings.