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Step 1
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Struktur ins Shooting bringen

Bevor ich mich selbstständig gemacht habe, habe ich eine kaufmännische Ausbildung gemacht und jahrelang im Assistenzbereich gearbeitet. Das hat mich in meiner Arbeitsweise sehr geprägt, daher bin ich eine sehr gut organisierte Kreative. Uns Kreativen wirft man ja eher Chaos vor. Aber ich liebe Strukturen und System. Das gibt mir Sicherheit.
Shootings sind bei mir immer gleich aufgebaut, wobei ich durchaus auch flexibel bin, je nach dem natürlich, was der Ort hergibt. Aber durch die Struktur vergesse ich nichts. Zudem ist es ein unbewusster Prozess geworden, um den ich mir keine Gedanken machen muss und so habe ich mehr Energie, um mich auf das Paar zu konzentrieren.

 

Ich fotografiere seit ein paar Jahren Boudoir und das ist im Prinzip das komplette Gegenteil zur Paarfotografie. Denn hier sage ich den Frauen ganz genau, was sie machen sollen. Es ist aber einfach eine ganz andere Art, da sie eher künstlerisch ist und in der Paarfotografie ist mir die Natürlichkeit sehr wichtig. Was ich aber aus der Boudoirfotografie mitgenommen habe, ist es, mit Grundposen zu arbeiten. Grundposen können in der Paarfotografie sein: Rücken an Rücken stehen, umarmen, hintereinander sitzen, etc. etc… Innerhalb dieser Grundposen bekommen die Paare dann ihre Anweisungen. Wie im letzten Kapitel beschrieben, setze ich mich vor dem Shooting hin und überlege mir, welche Grundposen ich gerne machen würde. Das heißt nicht, dass nichts Spontanes möglich ist, aber so habe ich auf jeden Fall einiges im Kopf und auch noch auf „Papier“, womit ich unsere Zeit füllen könnte.

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STRUKTUR

GEHEN/LAUFEN

Ich starte immer mit Bewegung. Das ist wie eine Aufwärmphase. Die ersten 10 Minuten brauchen viele oft um warm zu werden. Und wenn sie etwas tun, vergessen sie irgendwann die Kamera. 

STEHEN

Hier stehen sie entweder zueinander gewandt, Rücken an Rücken, irgendwo angelehnt, was auch immer die Umgebung hergibt.

SITZEN/LIEGEN

Gerade im Sitzen oder liegen werden die Aufnahmen sehr innig. Geht aber auch nicht überall. Es ist aber immer gut, eine Decke im Auto zu haben, für den Fall, dass solche Fotos sich anbieten.

GEHEN

Zum Ende hin mache ich nochmal 2 Geh-Varianten. Denn jetzt sind sie aufgewärmt, jegliche Unsicherheit ist weg und sie bewegen sich viel befreiter und natürlicher. Und so sitzt dann auch die Endpose. Anweisung Nummer 15!

TIPP

Wenn wir mal eine Pause machen, stelle ich meine Kamera in den Automatikmodus und in den Silent Mode und fotografiere aus der Hüfte weiter. Sie bekommen es nicht mit und ich habe die Möglichkeit weitere schöne, entspannte Momente einzufangen.