Paarfotografie
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Step 1

Meine Grundsätze für Paarshootings

1. VORMACHEN

Du musst bereit sein, Dich selbst zum Affen zu machen. Was immer Du von Deinem Paar verlangst, musst Du bereit sein, selbst zu machen. Authentizität ist in unserem Job so wichtig und wenn Du willst, dass sich Deine Paare bei Dir fallen lassen, muss Du Dich ihnen gegenüber auch öffnen: Sie sollen tanzen? Zeig ihnen wieviel Spaß es macht. Beim Fotografieren gibt es keine Einbahnstraßen.

2. EHRLICH SEIN

Wenn sie sich bei einer Anweisung unwohl fühlen, wenn sie irgendwas nicht machen wollen, dann müssen sie das unbedingt sagen. Das sage ich meinen Paaren immer vorab.

 Denn wenn sie es dennoch machen, siehst du es eh, dass es nicht passt. Jedes Paar ist anders und wir lernen die Paare ja erst während des Shootings kennen. Irgendwann haben wir ein Gespür dafür was geht und was nicht, aber eben nicht von Anfang an. Wenn sie nein zu etwas sagen, ist das kein nein gegen Dich. Ich fühlte mich am Anfang meiner Zeit dann verletzt, hab mich verunsichern lassen, bin total aus meinem Konzept gekommen. Aber es ist nur ein nein zu Deiner Anweisung. Auch hier gibt es keine Einbahnstraße und die Ehrlichkeit ist auch in die andere Richtung wichtig. So wie sie gerade stehen passt es Dir nicht? Das Licht ist doch nicht gut an dem Ort: Sag es! Du bist der Profi und darauf vertrauen sie. Wenn Du umschwenkst, ist das kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein Zeichen dafür, dass Du sie eben bestmöglich ablichten möchtest und alles unter Kontrolle hast.

3. LOBEN

Es ist wichtig, dass Paar immer wieder zu loben. Sie wissen ja nicht, was sie da tun. Und auch wenn sie es anfangs nicht gut machen: Es ist unser Job, ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Für die Meisten ist es das erste Mal, dass sie vor der Kamera stehen und sie sind unsicher und wissen nicht, was passieren wird. Je sicherer sie sich fühlen, desto offener zeigen sie sich uns.

4. AUFMERKSAM SEIN

Ich weiß, ich habe es bereits gesagt, aber es ist so so wichtig, dass ich es gar nicht oft genug sagen kann: Es ist unser Job, ihnen ein gutes Gefühl zu geben. Daher seid aufmerksam, hört zu, hinterfragt Dinge, zeigt Ihnen, dass sie wichtig sind. Sie sind der König und die Königin in eurer gemeinsamen Zeit. Seid interessiert an ihrem Leben, an ihrer Beziehung und lasst sie so viel von sich erzählen, wie es nur geht. Je mehr sie sich öffnen umso besser für Euch.

5. OFFEN FÜR KUNDENWÜNSCHE SEIN

Sei offen für Ihre Wünsche. Sie wollen einen Baum umarmen...? Lass sie einen Baum umarmen! Ich kenne Fotografen, die nur ihr Ding durchziehen und das finde ich immer etwas schwierig, denn am Ende des Tages hängt sich das Paar die Bilder auf und nicht wir. Wir verlangen von Ihnen sich uns gegenüber komplett zu öffnen und da beißt man sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man ihnen einen Wunsch erfüllt. Vorteil ist: das Paar ist happy, weil es ernst genommen wurde. Innerlich können wir dann einfach weiterlachen.

6. SEID VORBEREITET

Vor jedem Shooting mache ich mir eine Liste mit Anweisungen, die ich gerne machen würde. Mir hilft schreiben total, weil ich es meist dann so schon im Kopf behalte. Nichtsdestotrotz fotografiere ich es ab und so habe ich es als erstes Bild auf meiner Speicherkarte und kann, wenn ich mal ein Blackout habe, einfach kurz gucken, ohne dass der Kunde davon was mitbekommt. Am Ende kommt es dann eh anders, aber für den Notfall habe ich so immer etwas, worauf ich zurückgreifen kann.

7. NICHT IN DIE KAMERA GUCKEN

Ich sage meinen Paaren, dass sie bei dem Shooting nicht in die Kamera gucken sollen. Natürlich bekommen sie keinen Ärger, wenn sie es dennoch tun. Mir ist es aber wichtig, die Verbindung zwischen den Beiden festzuhalten, einen natürlichen, intimen Moment und der entsteht nicht, in dem sie mich angucken. Ein gestelltes Bild wird aber immer zum Ende gemacht. Das funktioniert aber auch wirklich nur am Ende. Warum erfährst Du ganz am Ende.

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